Ist Traffic Monsoon illegal – Ein Blick in die Anklageschrift

Die SEC hat alle Gelder von Traffic Monsoon einfrieren lassen – Das sind die Vorwürfe.

Traffic Monsoon ist kein PONZI-Scheme, das gilt es zu beweisen

Die Aufsichtsbehörde SEC in den USA hat Traffic Monsoon und seinen Besitzer Charles Scoville vor Gericht verklagt.
Alle Konten wurden unter Aufsicht eines Treuhänders gestellt.
Damit ist Traffic Monsoon quasi handlungsunfähig geworden.

Ich habe mich in die englische Anklageschrift eingelesen – Dies ist mein Ansicht zum Fall.

Hinweis: Erstaunlicherweise ist sie die Klageschrift in relativ einfachem Englisch geschrieben. Sie kommt im Gegensatz zu deutschen Schriftsätzen mit wenigen juristischen Fachbegriffen aus.

Es wird ausführlich dargelegt, wie das Geschäftsmodell von Traffic Monsoon funktioniert. In dem Zusammenhang wird der erste Vorwurf der falschen Information der Kunden im Wesentlichen selbst schon entkräftet:

Es handelt sich nicht um ein Investment, es werden keine festen Zinsen in Aussicht gestellt und auch keine festen Laufzeiten.

Anm.: Das dies wiederholt von einigen Werbern fälschlicherweise geschehen ist, kann man aber auch in den USA wohl nicht dem Unternehmen und dessen Besitzer zum Vorwurf machen.

Der Hauptvorwurf ist, das Unternehmen und sein Besitzer betrieben ein sogenanntes PONZI-Scheme. Diese Form des Betruges ist bei uns besser als „illegales Pyramiden- oder Schneeballsystem“ bekannt. Ich setzte das absichtlich in Anführungszeichen, denn nicht jedes als Pyramide aufgebaute System ist illegal.

Diese Behauptung wird in der Anklageschrift mehrfach als Fakt geäußert, ohne den eigentlichen Beweis schuldig zu bleiben.

Es wird Charles weiterhin mangelhafte Information seiner Kundschaft vorgeworfen. Das mag zwar sein, aber kein Gesetz der Welt schreibt einem Firmeninhaber vor, wie es mit seinen Kunden zu kommunizieren hat. Von der Bilanzierungspflicht einiger Unternehmensformen einmal abgesehen.

Das gleiche gilt auch für die finanziellen Transaktionen, die von Charles vorgenommen wurde. Die Aufsichtsbehörde SEC im unterstellt, er habe Geld beiseite schaffen wollen, bleibt den Beweis schuldig.

Traffic Monsoon – Hier besteht Erklärungsbedarf

Zum Schluß bleiben aus meiner Sicht zwei Knackpunkte übrig, die aber an sich noch nicht als Beweis für ein PONZI-Scheme liefern:

  1. Traffic Monsoon ist nicht in der Lage, den eingekauften Traffic auszuliefern.
    Das stimmt und das sind auch meine eigenen Erfahrungen in der Vergangenheit. Und ich denke, dass die Erhöhung der Klicks von 10 auf 50 hier ein erster Schritt in die richtige Richtung ist.
  2. Traffic Monsoon nimmt über 90% seiner Einnahmen aus den AdPacks ein.
    Ich weiß nicht, woher diese Zahlen stammen und kann daher den Einwand nicht entkräften. Das sind die Zahlen der SEC in der Anklageschrift. Wenn man im Internet googelt findet man in anderen Quellen eine genau gegenteilige Aussage, dass nämlich über 90% der Einnahmen aus auswärtiger Werbung stammen.Hier ist Charles Scoville tatsächlich in Erklärungsnot.
    Und ich bin gespannt, wie sich das klären wird.

Ich für meinen Teil halte bis zur endgültigen Klärung der Vorwürfe an Traffic Monsoon fest.

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